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Die Esstörung loslassen

Die Essstörung loslassen
Vieles hat sich in den letzten Wochen geändert, ich habe mich geändert. Genauso wie die Essstörung. In meinen schlimmsten Zeiten habe ich mich bis zu 6 mal am Tag erbrochen. Jetzt habe ich es geschafft, es bis auf ein maximal zwei Mal die Woche zu reduzieren.  Für die Meisten wird das keine große Verbesserung sein. Aber für mich ist es ein enormer Unterschied. Ich kann wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, ich kann abends alleine Zuhause sein ohne in ein Depriloch zu fallen und alles in mich reinzufressen. Ich kann meinen schulischen Aufgaben nachgehen. Mein Hirn reckt und streckt  sich seit ich es wieder fütterte. Ich begreife mehr und taste mich langsam ans Leben heran. Natürlich gibt es auch negative Aspekte, mein Körper gefällt mir nicht. Ich nehme mich als dicklich wahr und habe das Gefühl Zuviel Platz im Raum einzunehmen.  Ich wiege knappe 50 Kilo und habe somit einen BMI von 17, 7 –  weit vom Dicksein entfernt. Aber meine Wahrnehmung ist wohl immer noch gestört. Der Blick in den Spiegel macht mich traurig, aber ich werde lernen es zu akzeptieren. Dafür dass ich die Lücke zwischen meinen Oberschenkeln aufgegeben habe, habe ich so viel Lebensfreude und Energie bekommen. Es war ein fairer Tausch, auch wenn ich es nicht immer sehen kann. Ich habe mit dem Joggen begonnen und ich liebe es! Ich liebe es morgens, gleich nach dem Frühstück raus zu gehen und die Sonne zu genießen. Es ist so wundervoll, nach jahrelanger Auszehrung seine Muskeln, den kräftigen Herzschlag und die eigene Stärke zu spüren. Ich bin meinem Körper sehr dankbar, dass er mir verzeiht was ich ihm angetan habe. Ich lerne wieder Dinge zu essen, die mir schmecken und nicht nur die mit dem geringsten Energiegehalt. Das Essen ist endlich nicht mehr mein Feind.
Trotz allem habe ich das Gefühl ein großes Stück Identität einzubüßen. Ich bin nicht mehr die kleine Magersüchtige die beschützt und geschont werden muss. Ich bin nicht mehr schwerkrank aber ganz gesund bin ich auch noch nicht. Ich habe verstanden, dass es nichts Besonderes ist Magersüchtig zu sein, man bekommt weder Anerkennung noch Achtung. Irgendwann erntet man nur noch Mitleid und die Menschen wenden sich von einem ab. Ich hoffe, dass ich eine neue Identität finden werde, es gibt so viel was ich sein könnte: Freundin, Beschützerin, Kämpferin, Kapitänin, Mutter, Entdeckerin, Künstlerin, Erfinderin.. Es gibt keine Grenze nach oben. Es ist alles möglich – ohne Magersucht.

 


12.5.15 20:10
 
Letzte Einträge: Zerstörung ist gut, denn Zerstörung bringt Wandel, Mein Herz , Live Love


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